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Technologie

Davical und CardDav-Sync lösen bei initOS das Groupwareproblem

Jahrelange waren wir auf der Suche nach einer stabilen Technologie zum kollaborativen Kontakt und Kalendermanagement. Da sogenannte Computer Supported Collaborative Work (CSCW) Software oder kurz Groupware bis dato von Branchenprimus Microsoft und dessen MS-Exchange Technologie dominiert war und dies für unserer Kleinen und Mittelständischen Kunden häufig nicht erschwinglich war. Zwar existiert mit Lotus Domino Notes von IBM / Lotus eine weitere proprietäre Alternative, die sich jedoch an noch größere Unternehmen und Konzerne richtet.

Stein des intensiveren Anstoßes war letztlich der vergebliche und zudem sehr nervenaufreibende Versuch Windows 2003 Small Business Server, welcher MS-Exchange bereits mitbringt, mit dem I-Phone zu verbinden. Dieses Setup existiert bei vielen unserer Kunden. Es ist uns trotz mehrmaligen Anläufen allerdings nicht gelungen dieses Problem zufriedenstellend zu lösen. Zwar findet man im Internet eine Reihe von Problembeschreibungen und Lösungsvorschlägen, allerdings haben diese gleich bei mehreren unserer Kunden nicht für Abhilfe geschafft. Man wird angesichts der schlechten Dokumentation von sowohl Microsoft als auch Apple in dieser Sache das Gefühl nicht los, das die Probleme einem Streit beider Softwaregiganten entspringen und nicht etwa ungewollt sind.

Google Calendar und Contacts stellt leider auch keine wirkliche Alternative dar, weil zum einen die Daten bei Google liegen (was viele Kunden nicht wollen) und zum anderen einige im Standard von Outlook vorgesehenen Attribute nicht dargestellt werden können. Die bereits in den vergangenen Jahren evaluierten vollständigen Groupwarelösungen haben alle mehr oder weniger große Schwachstelle. Mal greifen Sie zu tief ins System ein. Mal erfordern Sie den Abschluss von Volumentverträgen um in den Genuss der Outlook-Unterstützung zu gelangen und manchmal liefern Sie dazu noch schlechte Webinterfaces. Auch vollständig von der  Community getriebenen Lösungen wie etwa Kolab2 sind hier nicht vollständig nutzbar.

Die konsolidierten Forderungen unserer Kunden an eine Groupware sind:

  • Möglichkeit der Anbindung von Apples Iphone
  • Möglichkeit der Anbinfung von Android Smartphones
  • Möglichkeit der Nutzung von MS-Outlook
  • Möglichkeit der Nutzung von Evolution unter Linux
  • Möglichkeit der Nutzung von Thunderbird

Nur wenn alle diese Endgerätspezifischen Forderungen erfüllt sind, lohnt sich für uns der zentrale Betrieb einer solchen Plattform für unsere Kunden und ein strategisches Investment in die Weiterentwicklung selbiger. Alle von uns evaluierten Open Source Groupwarelösungen können nicht alle der o.G. Forderungen erfüllen. Wir haben dazu im Laufe der Jahre viele Lösungen wie etwa eGroupware, Zarafa, SoGo, Zimbra, Kolab oder OpenXchange angesehen. Für uns stellt jedoch die Einführung von Davical die einfachste Lösung dar, die o.g. Anforderung umzusetzen. Viele Groupwareserver greifen sehr tief ins System ein und erfordern eigene Einstellungen an Infrastruktzurkomponenten wie Postfix, Apache, Sieve, Dovecot. Da wir jedoch schon über eine hochperformante und für unsere Anforderungen angepasste Infrastrukturplattform verfügen, war uns an einer sehr leichten und modularen Lösung gelegen.

Mit Davical haben wir diese nun im Testbetrieb. Der Server besteht aus nicht viel mehr als ein Paar Skripten und kommuniziert mit einer PostgreSQL Datenbank. Die Schnittstellen liefern über einen verschlüsselte Verbindung Kontakte und Kalenderdaten an Fat-Clients (Thunderbird, Evolution) und Outlook (über kostenpflichtiges Plugin) und an sowohl Android Mobilgeräte wie Apples Iphone. Für die Android Geräte kommen zwei Programm zum Einsatz. Für den Austausch von Kontaktdaten ist die App CardDav-Sync vorgesehen und Kalenderdaten werden mit CalDAV Sync Beta abgeglichen. Beides funktioniert in der Teststellung bis dato tadellos. Auch wenn Davical keinen eignenen Webclient mitbringt, besteht durch die Protokollstandards CalDAV und CardDAV die Möglichkeit unseren Webclient Roundcube an das System anzuschließen

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